First Philippines Mount Everest Expedition - Drei Pinays wollen den höchsten Gipfel der Welt erobern!
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First Philippines Mount Everest Expedition - Drei Pinays wollen den höchsten Gipfel der Welt erobern!

First Philippines Mount Everest Expedition - Drei Pinays wollen den höchsten Gipfel der Welt erobern!

© Ein Exklusivbericht für IPP-Leser von Willy Blaser – www.willyblaser.ch

Nach dem grossartigen Triumph letzten Mai durch Heracleo „Leo“ Oracion und Erwin „Pastor“ Emata, welche den Gipfel des Mount Everests bestiegen haben, ist das All-Women Philippine Team mit Carina Dayondon, Janet Belarmino and Noelle Wenceslao letzten Sonntag nach Kathmandu abgeflogen. Sie werden versuchen den Gipfel des Everest von der tibetischen Seite her zu überschreiten. Die Expedition wird von den beiden letztjährigen Gipfelgänger Oracion und Emata geleitet, mit dabei ist auch Dr. med. Ted Esguerra.

Finanzielle Sorgen

Von der einst so stolzen 1. Philippine Mount Everest Expedition ist nicht viel übrig geblieben. Personelle und finanzielle Gründe haben die Expedition in zwei Gruppen geteilt. Bereits vor einigen Monaten hatte sich angezeigt, dass die FPMEE, trotz namhaften Sponsoren, für Ihre geplante Expedition im Frühling 2007 etwelche finanzielle Schwierigkeiten haben würde. Die letztjährige Besteigung des Mount Everest hat in unserem Volk Faszination und eine riesige Begeisterung ausgelöst. Ein solches Projekt aber finanziell zu unterstützen, dazu ist jedoch niemanden bereit, meinte Expeditionsleiter Art Valdez in einem Interview. „Wir wurden als Helden gefeiert, der rote Teppich wurde uns ausgelegt, wir wurden in einer Siegesparade durch die Strassen von Makati geführt, doch nach dem Siegerfoto war’s aus“www.philippines-everest.com unter Press Release. meinte er weiter. Wer die Expedition verfolgen will, kann dies unter der offiziellen Webseite der FPMEE

2006: Krieg der Medien

Philippinische Bergsteiger die einen 8000er bestiegen haben, können an einer Hand gezählt werden. Vor Beginn der letztjährigen Himalaya-Saison hatte dies bisher nur Romy Garduce (Cho Oyu – 8201 m) geschafft. Die späteren Gipfelgänger hatten als höchsten Berg den 7545 m hohen Muztag Ata (Tibet) bezwungen. Um Erfahrungen für die im Jahr 2007 geplante 1. Philippinischen Mt. Everest Expedition zu sammeln, startete im Februar 2006 eine Erkundungsexpedition nach Nepal. Zwei Monate später meldeten die Medien, dass auch Romi Garduce nach Nepal abgereist war, nicht um den Everest zu erkunden, sondern um ihn zu besteigen! Damit kamen die Teilnehmer der FPMEE in Zugzwang. Aus einer Erkundungsexpedition wurde nun ebenfalls versucht einer der „Eigenen“ als Erster auf den Gipfel zu bringen. Garduce, Mitglied der University of the Philippines Mountaineers (UPM), wurde vom TV-Sender GMA 7 gesponsert, das Team der FPMEE von ABS-CBN. So kam es zu einer von den Medien heraufgespielten Rivalität beider Teams. Garduce war von einem ganzen Reporterteam begleitet, welches jeden Abend live aus dem Base Camp berichtete. Henry Nakpil, Präsident der UPM rief beide rivalisierende Stationen auf, ausgewogen zu berichten und das Leben der Bergsteiger nicht durch Mediendruck zu gefährden: „Für jeden Bergsteiger ist der Druck gross als Erster Filipino auf dem Everest zu sein, da kann man schnell einen falschen Entschluss fällen“.

Everest-Fieber

Nach offiziellen Angaben erreichte Leo Oracion (32) am 17. Mai den Gipfel des Mount Everest über den Südostgrat. Einen Tag darauf doppelte Erwin „Pastor“ Emata nach. Als am 19. Mai auch noch Publikumsliebling, Romi Garduce (37) als Dritter Filipino auf dem Gipfel stand, lösten die erfolgreichen Besteigungen in den Philippen ein regelrichtiges Everest-Fieber aus. Präsidentin Arroyo lobte die Bergsteiger und sagte zu deren Leistungen, man habe damit der ganzen Welt gezeigt aus welchem Holz die Filipinos geschnitzt sind.

Wer war nun der Erste?

Während die Medien die Helden auf ihren Titelseiten feierten, verkündete wenige Tage später Liza Abenojar, die Gattin von Dale Abenojar (43), in einer Pressemitteilung, dass ihr Mann den Gipfel des Mount Everest bereits am 15. Mai um 08.00 Uhr, also zwei Tage vor Oracion, auf der Nordroute erreicht habe. Ein mysteriöser, vierter philippinischer Bergsteiger, schien allen die Show gestohlen zu haben. Dies kam vor allen den Sponsoren sehr ungelegen. Dennoch feierten diese In ganzseitigen Inseraten „ihre Helden“ in den Tageszeitungen. Von Abenojars Besteigung, der als individueller Bergsteiger und ohne Sponsor nach Nepal gereist war und dessen Anwesenheit auf der Nordseite kaum jemanden wahr nahm, wurde ausser in der Zeitung „The Philippine STAR“, wurde nur am Rande erwähnt.

Gipfelgang bestritten

Die Meldung über Abenojars Gipfelerfolg wurde in Bergsteigerkreisen mit Skepsis aufgenommen und angezweifelt. Er habe nicht die nötige alpine bergsteigerische Erfahrung um einen solchen Gipfel zu besteigen. Dazu habe er schon früher einmal behauptet den Mt. Halcon in Mindoro bestiegen zu haben, was sich später als falsch erwies. Auch Dr. Ted Esguerra, der Expeditionsarzt der FPMEE Expedition glaubt nicht an Abenojar’s Erfolg. „Wir haben gehört, dass er während seines Aufstieges an einem Lungenödem litt, wie war es möglich so den Gipfel zu erreichen? Medizinisch gesehen ist dies unmöglich“. Er ging sogar so weit und sagte, das Zertifikat seiner Besteigung gefälscht sein könnte und dass seine beiden Sherpas seine Besteigung gegen Bezahlung bestätigen würden!

Auch die Abbildung des Zertifikats der Mountaineering Association of Tibet, änderte nicht viel daran, genau so wenig wie die Veröffentlichung seines Gipfelbildes, das sehr wenig bis nichts aussagte. Wie Abenojar später sagte, war seine Videokamera auf dem Gipfel eingefroren und funktionierte erst wieder fünfzehn Meter tiefer.

Anfangs August präsentierte Abenojar seinen Dokumentarfilm „A Child in Everest“ im SM Megamall vor 500 begeisternden Zuschauern. Handfeste Beweise konnte er jedoch nicht vorweisen, so blieb sein Gipfelgang bis heute ohne Anerkennung. In ihrer Ansprache an die Nation zitierte Präsidentin Arroyo die Taten der drei Gipfelgänger Oracion, Emata und Garduce als „Champion for Life“, Abenojar blieb dabei unerwähnt.

Späte Rehabilitation ?

In der kürzlich vom American Alpine Club online erschienen Himalaya Database, figuriert Abenojar als einer der 33 Bergsteiger die am 15. Mai 2006 den Gipfel des Mt. Everest erreicht haben. „Ich bin sehr geehrt, dass meine Besteigung auf diesem Wege durch Elizabeth Hawley anerkannt wurde. Dies hat mir mein Vertrauen und Begeisterung für weitere Taten zurückgegeben“, sagte Abenojar in einem Exklusiv-Interview mit der Zeitung The Philippine Star. Abenojar gab weiter zu, dass die Annerkennung seiner Besteigung in der Himalayan Database zu einer Zeit kam, als er tief verärgert über die ständigen Aussagen der Mitglieder der 1. Philippine Everest Expedition, sie seien als Erste und Zweite auf dem Gipfel gestanden, war. Frau Hawley, welche ich diesbezüglich kontaktiert habe meint: „Es ist ein schöner Artikel zum Lesen, wer die Database aber genau liest, wird daraus entnehmen, dass der Eintrag des Gipfelgangs mit - angezweifelt oder unbestätigt - vermerkt ist. Die Zweifel bestehen daher nach wie vor.

21.3.2007/wb

Posted by Willy Blaser on März 22, 2007 in Berichte Zeitung

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